Marginalisierte Quartiere? Positionierungen und Deutungen von Bewohner_innen

Author(s): Lalitha Chamakalayil, Gwendolyn Gilliéron, Sevda Can Günes, Miriam Hill, Elvisa Imširović

Source: https://doi.org/10.1007/978-3-658-13779-3_10

Abstract

Die Stadt kann als Ort vielfältiger Lebensformen betrachtet werden, in der Menschen unterschiedlicher Kontexte aufeinandertreffen. Blicken wir auf die Quartiere einer Stadt, so wird auch hier eine breite Vielfalt sichtbar: Künstler-, Wohn- und Arbeiterquartiere sind nur einige Bezeichnungen, um das scheinbar Wesentliche jener Orte hervorzuheben, die immer auch in wechselseitiger Beziehung zu den Bewohner_innen stehen. Darüber hinaus gewinnen die positiv oder negativ geführten Diskurse über bestimmte Quartiere zunehmend an Bedeutung und können somit den Ruf eines Quartiers mit beeinflussen. Im Rahmen eines D-A-CH-Forschungsprojekts zu Lebensstrategien von Familien mit Migrationsgeschichte wurden in mittelgroßen Städten in Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH), jeweils zwei Quartiere untersucht, in denen Marginalisierungsprozesse zu beobachten sind. Im Forschungsprojekt stehen die Perspektiven der Familien im Zentrum – es wird eine akteurszentrierte Perspektive (Honig/Lange/Leu 1999, Wacquant 1998) eingenommen und die Bewohner_innen der Quartiere werden als aktiv Handelnde in Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Bedingungen und sozialen Bedeutungen gesehen (Riegel 2004, Hamburger
& Hummrich 2007).

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