Kulturelle und soziale Aspekte der südeuropäischen Einwanderung in die Schweiz

Abstract

Im Vergleich zu den Auswanderern aus dem Gebiet der heutigen Schweiz sind die Einwanderer und deren Beziehungen zu den Ansässigen wenig untersucht worden. Im Atlas der schweizerischen Volkskunde hat Richard Weiss seinerzeit die traditionellen jahreszeitlichen Wanderungen land- und waldwirtschaftlicher Arbeiter aus den ausländischen Grenzgebieten in die Schweiz nachgezeichnet. Die
meisten dieser Wanderungen hatten zwar zur Zeit der Befragungen für den Atlas (1937-1942) fast ganz aufgehört, aber man erinnerte sich noch daran: an die Savoyerinnen in den Rebbergen des Waadtlandes, die Erntearbeiter aus dem Schwarzwald, die Schwabenschnitter im Mittelland, die Tiroler Holzknechte und die Bergamasker Heuer in Graubünden sowie die Leute aus dem Aostatal, welche
später als Rebarbeiter die Savoyarden am Genfersee ersetzten.

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