{"id":1685,"date":"2017-12-05T11:14:48","date_gmt":"2017-12-05T10:14:48","guid":{"rendered":"https:\/\/swissmig.wordpress.com\/?p=1685"},"modified":"2017-12-05T11:14:48","modified_gmt":"2017-12-05T10:14:48","slug":"kultur-als-form-symbolischer-gewalt-grenzziehungsprogresse-im-kontext-von-migration-am-beispiel-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/?p=1685","title":{"rendered":"Kultur als Form symbolischer Gewalt Grenzziehungsprogresse im Kontext von Migration am Beispiel der Schweiz"},"content":{"rendered":"<h3>Author(s) : Janine Dahinden<\/h3>\n<h3>Source : <a href=\"https:\/\/libra.unine.ch\/handle\/123456789\/11381\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/libra.unine.ch\/handle\/123456789\/11381<\/a><\/h3>\n<p><strong>Abstract: <\/strong><!--more--><\/p>\n<blockquote>\n<div class=\"textandnotes\">\n<div>Die Schweiz gilt international als Modell eines gelungenen Multikulturalismus, dann n\u00e4mlich wenn es das Zusammenleben der vier Sprachgruppen (Romands, DeutschschweizerInnen, TessinerInnen, R\u00e4teromanInnen) betrifft. Ein sprachlicher wie auch religi\u00f6ser Pluralismus ist und war stets ein Grundbaustein des Selbstverst\u00e4ndnisses der \u201eWillensnation\u201c Schweiz. Geht es aber um MigrantInnen pr\u00e4sentiert sich die Geschichte anders, denn in diesem Falle erscheinen religi\u00f6se und ethnisch-kulturelle Pluralit\u00e4t vorwiegend als problematisch. MigrantInnen geh\u00f6ren nicht zum multikulturellen Staat, vielmehr sind Prozesse kollektiver Grenzziehungen und damit Schliessungsmechanismen zu beobachten, in denen Ethnizit\u00e4t, Religion und Kultur zu den wichtigsten Differenzierungsmerkmale werden, wie Gemeinsamkeiten gegen Innen (SchweizerInnen) und Barrieren gegen aussen (Ausl\u00e4nder, Migranten, Muslims, etc.) hergestellt werden. Ich argumentiere in diesem Artikel, dass sich dieser \u201eKulturdiskurs\u201c im letzten Jahrzehnt verst\u00e4rkt hat und gleichzeitig semantischen Verschiebungen unterworfen war. Mittels der Grenzziehungsperspektive wird historisch nachgezogen, wie Zuwanderung und Integration in politischen Debatten und Gesetz zunehmend kulturalisiert und ethnisiert wurden. Ein Fallbeispiel aus der Forschung dient mir anschliessend zur Illustration dieses \u201eneuen\u201c Essentialismus. In einer Mikroperspektive zeige ich wie Jugendliche im Kontext dieser neuen semantischen Einf\u00e4rbung des \u201eKulturarguments\u201c Grenz- und Differenzlinien erstellen. Die \u00f6ffentlich-politischen institutionalisierten Grenzziehungen werden von den Jugendlichen weitgehend \u00fcbernommen, und die von Ausschluss Betroffenen haben keine Chance, gegen diese etablierten Differenzlinien anzukommen, sondern sie entwickeln Strategien, die paradoxerweise die etablierten Grenzziehungen und das \u201eKulturargument\u201c zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken. Der \u00f6ffentlich-essentialistische \u201eKulturdiskurs\u201c ist deshalb als Form von symbolischer Gewalt im Sinne von Bourdieu und Passeron (1970) zu verstehen. Das \u201eKulturargument\u201c und damit verbundene Grenzziehungsprozesse sind konkrete Manifestationen eines grundlegenden gesellschaftlichen Herrschaftsprozesses und monopolisieren nationale Legitimit\u00e4t.<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Author(s) : Janine Dahinden Source : https:\/\/libra.unine.ch\/handle\/123456789\/11381 Abstract:<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kadence_starter_templates_imported_post":false,"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[167],"tags":[256,336,151,121,148,73,180,116,205,168,91,309],"class_list":["post-1685","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ethnicity-languages-religion-arts","tag-256","tag-albanians","tag-cultural-identity","tag-ethnic-minorities","tag-gender","tag-german-language","tag-multiculturalism","tag-muslims","tag-national-identity","tag-religious-practice","tag-social-integration","tag-working-paper"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1685"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1685\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/swissmig.unine.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}